Unerklärliche Leistungen und unerwartete Hilfe

Posted by Johannes Berendt on January 30, 2007 12:00 p.m. ET

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Chris Kaman, der extrovertierte Center der Los Angeles Clippers, spielt mit dem Gedanken, für die deutsche Nationalmannschaft auf Korbjagd zu gehen. Das hat er Dean Walle und der FIVE in einem sehr interessanten Interview verraten (nachzulesen bei Spiegel Online).

Doch man erfährt noch mehr über den blonden Hünen. So kommen seine Urgroßeltern aus Deutschland – und er selbst von einer Hühnerfarm. Oder doch nicht?

„Über mich wird viel Mist geschrieben. Ich bin auf einer 80 Quadratkilometer großen Farm in Michigan aufgewachsen. Wir hatten viele Maisfelder, ein paar Nutztiere. Aber eine Hühnerfarm war es nicht.“

Auch künstlerisch ist Kaman sehr interessiert.

„Momentan arbeite ich gerade an einem Dokumentarfilm. Wir sind dabei, das ganze Material zu schneiden. Es ist schon mein zweiter Streifen. Vor zwei Jahren im Sommer nahm ich ein 500.000 Dollar teures Wohnmobil, das ich meinen Eltern gekauft hatte. (...) Wir fuhren von Michigan bis nach Alaska. 108 Stunden Fahrt hin, 108 Stunden zurück. Wir waren zu acht unterwegs und hielten öfter einfach an, um Leute zu interviewen. Daraus habe ich dann eine Doku gemacht. (...)Witzig war, dass ich das Mobil mitten in Kanada im absoluten Nichts in einen Graben gefahren habe. Sechseinhalb Stunden mussten wir auf Hilfe warten.“

WER ERKLÄRT DAS UNERKLÄRLICHE?

Etwas Hilfe könnte auch den Clippers diese Saison sicher nicht schaden. Richtig gut läuft es hingegen bei den Trail Blazers. Warum? Das weiß kein Mensch.

„ Keiner der Experten kann den Aufstieg von Portland zu einem Playoff-Aspiranten erklären. Das spricht für Portland, aber nicht für die Experten“, urteilt Jürgen Kalwa (American Arena) in seinem neusten Blog-Beitrag auf nba.com/germany.

Er hat sich auf Spurensuche begeben und stellt in großer Ausführlichkeit verschiedene Expertenmeinungen dar. Eine endgültige Erklärung für den Erfolg findet er nicht, dafür aber Hinweise: „ Die Spieler sind jung, aber arbeiten wie Erwachsene. Sie mögen spielfreudig sein, aber sind nicht verspielt. Also: keine Alley-Oops. Keine Ballverluste. Kaum mal Tempogegenstöße. Es regiert Sachlichkeit.“

HARTE ARBEIT

Die Bilanz der Blazers ist umso erstaunlicher, wenn man bedankt, dass sie ohne den verletzten Superstar Greg Oden zustande gekommen ist. Dessen Draft-Rivale Kevin Durant sorgt derweil in Seattle für Aufsehen. Die Five hat ihn auf Spiegel Online portraitiert.

„Trotz seiner Jugend versteht Durant schon jetzt, dass eine Liebesbeziehung – und sei es die zu einer Sportart – auch Arbeit ist. Dass Opfer gebracht werden müssen, damit das Feuer nicht erlöscht. Dementsprechend ist sich Durant seiner Rolle in Seattle bewusst. Er kennt die Situation des Meisters von 1979.“

BLOSS NICHT JESSICA SIMPSON

Ganz andere Sorgen haben die Mavericks. So richtig überragend ist der bisherige Saisonverlauf nicht gewesen. Wird es also Zeit für einen Trade? Im Spox.com-Ranking stellt Haruka Gruber fünf Kandidaten vor, „ die 1. zu haben wären, 2. einigermaßen kostengünstig sind und 3. für Dallas eine Verstärkung bedeuten würden“. Mit dabei: Ein „Außerirdischer“.

2007-08 ARCHIVE
Kevin Durant
NBAE/ Getty Images

Chris Kaman
NBAE/Getty Images

Portland Trail Blazers
NBAE/Getty Images

Sam Cassell
NBAE/Getty Images