Aus und vorbei: Dallas am Boden

Posted by Johannes Berendt on April 30, 2008 10:30 a.m. ET

Fünf Spiele, vier Niederlagen: Für Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks hat der Sommerurlaub nach dem überraschend deutlichen Ausscheiden gegen New Orleans bereits begonnen.

Während die texanischen Medien den Kopf von Avery Johnson fordern, rät Jörg Rössner in der Welt dem besten deutschen Basketball aller Zeiten zum Wechsel:

„Nowitzki muss Dallas nach neun Jahren so schnell wie möglich verlassen, um sich seinen sportlichen Lebenstraum vom NBA-Titel zu erfüllen. Mit den Mavericks wird das in diesem Leben nicht mehr funktionieren.“

Denn:

„Auch gegen New Orleans war Nowitzki – gezwungenermaßen – wieder viel zu oft Alleinunterhalter. In allen fünf Partien war er mit 31, 27, 32 und zweimal 22 Punkten Topscorer seines Teams, bekam aber von Josh Howard, Jason Terry und Co. viel zu wenig Unterstützung. Damit entkräftete er erneut den „Weichei“-Vorwurf des vergangenen Jahres, als er in der entscheidenden Partie gegen die Golden State Warriors total abgetaucht war.“

Auch unser Blogger Uli Tangl fordert Konsequenzen:

„Man könnte es natürlich radikal machen und Dirk Nowitzki auf den Markt werfen. Für den könnte man den Nukleus eines neuen Teams bekommen. Oder wie Minnesota in den Abgrund fahren. Aber unserm Dirk muss klar sein, dass die Mavs mit ihm in den nächsten drei Jahren garantiert nichts gewinnen – er hat keine Hilfe. Im Juni wird er 30. Fünf gute Jahre hat er noch vor sich. Warum sollte er da drei in Texas verplempern? Da werden demnächst garantiert keine Championship-Ringe verteilt. Obwohl: San Antonio und Houston liegen ja auch in Texas… McGrady plus ein bisschen was für Dirk?“

REDEN IST SILBER, SCHWEIGEN IST GOLD

Nowitzki tat derweil das einzig Richtige in so einer Situation:

"Wenn man voller Emotionen und Enttäuschung ist, sollte man nichts sagen“, so sein Statement (Stern).

Der Deutsche hatte schon vor Spiel 5 resigniert, wie die Kölnische Rundschau berichtet:

„Wir hatten eine ganz schlechte Saison in der Offensive. Man muss wenigstens den Korb treffen, wenn man gewinnen will“, sagte Nowitzki schon in der Vergangenheitsform. Zuvor war er frustriert aus der Halle geflüchtet.“

Für Tobias Kimmel von Sport1 kommt das Erstrunden-Aus ebenfalls nicht überraschend.

„Dallas hat sich in der bärenstarken Western Conference mehr schlecht als recht in die Playoffs gezittert. Die Hoffnung, dass in dieser Saison - im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit - einer durchschnittlichen Hauptrunde der große Playoff-Coup folgen soll, ist Augenwischerei. Von nichts kommt nichts.“

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