Dwight Howard krönt All-Star Saturday

Posted by Emrah Kilic on February 16, 2008 11:55 p.m. ET

Es war die Nacht der Superlative: Unglaubliche Dunkings, megaheiße Dreierschützen und sehenswerte Skills machten den zweiten Tag des All-Star Weekends in New Orleans zum unvergesslichen Super-Samstag.

Die Zuschauer waren sich einig: So einen spektakulären Dunk-Contest hat es schon lange nicht mehr gegeben. Während in der ersten Runde des Sprite Slam Dunk Contest wie üblich nur die Bewertungen der Jury zählten, durften dieses Mal in der Finalrunde die Zuschauer per SMS abstimmen. Dabei wählten 78 Prozent für Dwight Howard (Orlando Magic), Vorjahres-Sieger Gerald Green (Minnesota Timberwolves) landete auf dem zweiten Platz. Bereits nach der ersten Runde mussten Jamario Moon (Toronto Raptors) und Rudy Gay (Memphis Grizzlies) die Segel streichen.

Gegen Howard hatten sie an diesem Abend allesamt keine Chance. Bei seinem ersten Dunk passte sich der Magic-Center den Ball von hinten ans Brett, um ihn dann mit der linken Hand in den Korb zu stopfen. Ein Wunder, dass sich Howard dabei nicht seinen Kopf am Brett gestoßen hat.

Den zweiten Dunk präsentierte Howard im Superman-Shirt inklusive Cape. Dass er den Ball dabei gar nicht richtig durch den Korb gedunkt hat, weil dieser die Hand bereits vorher verlassen hatte, schien das Publikum und auch die Jury nicht zu stören. In beiden Durchgängen bekam der All Star die volle Punktzahl (50). Zwei weitere Kracher im Finale reichten aus, um die Konkurrenz in den Schatten zu stellen.

Ideenreich präsentierten sich aber auch die anderen Slammer. Gerald Green pustete während des Dunkings ein auf dem Ring abgestelltes Geburtstagstörtchen aus. In der Finalrunde zeigte er den Between-the-legs-Dunk ohne Schuhe. Doch gegen Howard sah auch Green blass aus.

„Dass ich gewonnen habe, bedeutet mir sehr viel. Ich liebe Dunkings. Vor allem wollte ich beweisen, dass auch Big Man sehenswerte Dunks drauf haben“, freute sich Howard. „An dem ersten Dunk mit dem Brett habe ich zwei Jahre lang gearbeitet. Bei dem Superman-Dunk wollte ich den Fans eine gute Show bieten.“

Jason Kapono mit heißem Händchen

Bereits letztes Jahr zeigte Jason Kapono, dass ihm an der Dreierlinie niemand das Wasser reichen kann. In New Orleans bewies der Small Forward der Toronto Raptors, dass er 2007 nicht zufällig gewonnen hat.

Mit 25 Zählern in der Finalrunde stellte Kapono beim Foot Locker Three Point Shootout den Rekord von Craig Hodges (1986) ein.

Dirk Nowitzki wurde mit 14 Zählern hinter Daniel Gibson (Cleveland Cavaliers, 17) Dritter.

Deron Williams mit fehlerfreiem Auftritt

Bei der Playstation Skills Challenge hat Deron Williams einen neuen Rekord aufgestellt. In nur 25,5 Sekunden meisterte er die Hürden (Passen, Dribbeln, Werfen) so schnell wie noch kein Teilnehmer zuvor. Klar, dass er das Messen der besten Playmaker der Liga für sich entscheiden konnte.

„Ich war vorher etwas nervös, weil die anderen Spieler in der Vergangenheit alle schon Mal an diesem Contest teilgenommen hatten“, erklärte der Point Guard der Utah Jazz, als er mit der Trophäe ausgezeichnet wurde. „Aber zum Glück blieb ich im Finale fehlerfrei.“

Zweiter wurde Chris Paul von den New Orleans Hornets, der für den Parcours 31,2 Sekunden brauchte. Auf den Plätzen drei und vier landeten Jason Kiudd (New Jersey Nets) und der letztjährige Sieger Dwyane Wade (Miami Heat).

Spurs sind Shooting Stars

Ähnlich wie beim Dreier-Contest kam es auch bei den Haier Shooting Stars auf Wurfqualitäten an. Dabei mussten die Teams, die jeweils aus drei Spielern bestehen von verschiedenen Punkten aus den Ball unterbringen. Zum Anschluss sogar von der Mittellinie.

Am schnellsten war dabei das Team aus San Antonio, bestehend aus NBA-Champ Tim Duncan, Ex-NBA-Center David Robinson und WNBA-Star Becky Hammon.

In der Finalrunde brauchten sie nur 35,8 Sekunden, auf dem zweiten Platz landete das Team aus Chicago mit 53,3 Sekunden.

„Ich hatte viel Spaß“, sprach Robinson hinterher. „Auch wenn ich im ersten Durchgang viel zu viele Versuche für meinen Wurf gebraucht habe. Aber meine Mitspieler haben mich da wieder raus gezogen.“

Alle weiteren Infos zum All-Star Weekend bekommt ihr hier.

2007-08 ARCHIVE

NBAE/ Getty Images


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