|
NBA Snapshots
Posted by Emrah Kilic on April 25,
2008 9:30 p.m. ET
Spannend ja, überraschend eher weniger: In den ersten 16 Playoff-Spielen gingen 15 Mal die besser platzierten Mannschaften als Sieger vom Feld. Auch die Auswärtsteams hatten bisher nur wenig zu melden. So liefen die Playoffs bisher: WESTERN CONFERENCE L.A. Lakers – Denver Nuggets 2:0 Kobe Bryant und Co. haben bisher nichts anbrennen lassen und die Denver Nuggets in beiden Spielen mit klaren Siegen nach Hause geschickt. Zwar ist die Serie noch lange nicht vorbei, doch die Nuggets müssen sich in der Defense unbedingt etwas einfallen lassen, um den Lakers-Express zu stoppen. In Spiel eins (128:114) war es vor allem der Spanier Pau Gasol, der den Gastgebern Kopfschmerzen bereitete. 36 Punkte erzielte der Center, dabei traf er 14 seiner 20 Würfe. Noch besser machte es MVP-Kandidat Kobe Bryant, der im zweiten Aufeinandertreffen 49 Zähler und zehn Assists auflegte, am Ende gewann L.A. mit 122:107. „Wir hätten heute Abend auch zehn Spieler auf Kobe ansetzen können, er wäre nicht zu halten gewesen“, staunte Allen Iverson nach der Partie. Pech für die Nuggets, dass auch in den Playoffs immer nur fünf Leute einer Mannschaft gleichzeitig auf dem Court stehen dürfen. New Orleans Hornets – Dallas Mavericks 2:0 Wer im Vorfeld gedacht hatte, dass die Dallas Mavericks allein aufgrund ihrer Erfahrung im Vorteil wären, sah sich bereits in Spiel eins getäuscht. So frech hatte die New Orleans Hornets wohl kaum jemand erwartet. Vor allem Chris Paul, der zum ersten Mal überhaupt in der Postseason steht, drehte in beiden Spiele richtig auf und war zu keiner Sekunde zu stoppen. Seine Ausbeute: 35 Punkte in Spiel eins (15 von 23 getroffen), 32 Punkte und 17 Assists in Spiel zwei. Nachdem das erste Spiel mit 104:92 relativ knapp ausging (Dallas führte zur Halbzeit noch mit zwölf Zählern), fegten die Hornissen die Gäste im zweiten Duell ohne Gnade aus der Halle, versenkten dabei 60,8 Prozent ihrer Schüsse, Endstand 127:103. „In dieser Liga musst du aggressiv spielen, um Erfolg zu haben“, erklärt All-Star-Guard Chris Paul. „Ich kann nicht einfach schauen, was die Defense mit mir anstellt. Ich muss entweder den freien Mitspieler finden oder den Korb attackieren.“ San Antonio Spurs – Phoenix Suns 2:0 Die Auftaktpartie der beiden Rivalen gilt jetzt schon als eines der besten Erstrunden-Spiele aller Zeiten. Immer wenn die Suns vorgelegt hatten, wusste der amtierende Champion aus San Antonio eine Antwort. Erst versenkte Michael Finley 15 Sekunden vor Ende einen wichtigen Dreier zum 93:93-Ausgleich und zur ersten Verlängerung, dann war es Tim Duncan, ebenfalls von der Dreierlinie, der eine weitere Overtime erzwang (115:115), bis schließlich Edel-Reservist Manu Ginobili 1,8 Sekunden vor Ende mit einem spektakulären Korbleger für den Sieg sorgte, die Spurs gewannen den Thriller mit 117:115. Ärgerlich für Phoenix: In der ersten Partie hatten sie zwischenzeitlich mit 16 Zählern geführt, in Spiel zwei mit 14 (102:96 für San Antonio). Spurs-Forward Tim Duncan (40 Punkte in Spiel eins): „Diese Serie ist jetzt schon so intensiv wie sonst nur die Finals.“ Utah Jazz – Houston Rockets 2:1 Zwar werden die Utah Jazz in der Tabelle der Western Conference dank ihres Division-Titels auf dem vierten Rang geführt, doch weil die Houston Rockets die bessere Siegesbilanz vorzuweisen hatten, ging es in dieser Serie für die ersten beiden Partie zuerst nach Texas. Doch das Heimrecht nützte den Rockets nichts, Utah gewann beide Spiele relativ souverän (93:82, 90:84). Für die Houston Rockets dürfte es auswärts jetzt verdammt schwer werden, denn Utah hat in der Hauptrunde 37 von 41 Spielen gewonnen. Trotzdem warnt Jazz-Center Mehmet Okur: „Die Serie ist noch lange nicht vorbei. Wenn wir weiter kommen wollen, müssen wir zwei weitere starke Spiele zeigen.“ Zumindest das dritte Spiel in Utah konnten die Houston Rockets tatsächlich mit 94:92 gewinnen. Für die Entscheidung sorgte Backup-Forward Carl Landry, der in letzter Sekunde Jazz-Guard Deron Williams abräumte. EASTERN CONFERENCE Boston Celtics – Atlanta Hawks 2:0 Wie erwartet hatten die Boston Celtics bisher leichtes Spiel mit den streckenweise überforderten Atlanta Hawks. Das erste Spiel gewannen die hochmotivierten Celtics locker mit 104:81, im zweiten Spiel reichte es dank starker Defense für ein 96:77 (15 Steals!). „Das war bisher eine heftige Erfahrung“, erklärt Hawks-Forward Josh Smith. „Bei unseren Heimspielen brauchen wir die Unterstützung unserer Fans mehr denn je.“ Ob das reichen wird, um die Celtics zu ärgern? Detroit Pistons – Philadelphia 76ers 1:1 Mit einem Auswärtssieg der Philadelphia 76ers bei den Detroit Pistons hatte wohl kaum jemand gerechnet. Doch die Sixers haben es tatsächlich geschafft, 90:86 lautete das Endergebnis von Spiel eins. Besonders die gute Verteidigung machte den Hausherren zu schaffen, Detroit traf nur 39 Prozent seiner Würfe. Im zweiten Spiel wurde es dann jedoch besser für die Pistons, beim 105:88 gaben sie sich keine Blöße. „nach der ersten Niederlage waren wir sauer“, so Pistons-Coach Flip Saunders. „Die Antwort gab es auf dem Platz.“ Orlando Magic – Toronto Raptors 2:1 Den Weckruf, dass die Playoffs begonnen haben, müssen die Toronto Raptors überhört haben. Wie ist es sonst zu erklären, dass sie im ersten Duell gegen die Orlando Magic das erste Viertel mit 23:43 vergeigt haben? Zwar kamen sie zwischenzeitlich noch einmal auf fünf Zähler heran, aber am Ende gab es dann die verdiente 100:114-Auftaktniederlage (Dwight Howard mit 25 Punkten und 22 Rebounds). Auch im zweiten Spiel lagen die Raptors nach einem Viertel mit 18:35 in Rückstand, doch diesmal konnten sie die Partie bis zum Ende hin offen halten. Wieder einmal war es jedoch Magic-Center Dwight Howard, den die Gastgeber nie in den Griff bekamen (29 Punkte, 20 Rebounds), Orlando siegte mit 104:103. Um Spiel drei zu gewinnen, musste sich vor allem Torontos Point Guard T.J. Ford steigern. In den ersten beiden Partien traf der Point Guard nur zwei seiner 17 Würfe, bekam aber weiterhin das Vertrauen des Trainers und bestätigte dieses beim 108:94-Heimerfolg mit 21 Punkten. „Das war das wichtigste Spiel der Saison“, bilanzierte Raptors-Star Chris Bosh. „Dementsprechend wichtig war der Sieg für uns.“ Cleveland Cavaliers – Washington Wizards 2:1 Alles LeBron, oder was? So sah es jedenfalls in den ersten beiden Partien aus, die der NBA-Topscorer mit durchschnittlich 31 Punkten, 8,0 Assists und 7,5 Rebounds dominierte. Dank seiner Super-Performances gewannen die Cleveland Cavaliers die ersten beiden Partien mit 93:86 und 116:86. Doch so leicht wollten sich die Wizards, die vor der Serie mit jeder Menge Trash Talk aufgefallen sind, nicht geschlagen geben. Zwar verletzte sich Gilbert Arenas in der ersten Hälfte und konnte nicht weiter spielen, doch dank einer enormen Energieleistung schossen die Hauptstädter den amtierenden Eastern Conference Champion mit 108:72 aus der Halle. Weitere Snapshots Die Milwaukee Bucks haben einen neuen Trainer: Scott Skiles heißt der neue Mann und dürfte den meisten Lesern hier kein Unbekannter sein. Skiles coachte zuvor die Chicago Bulls (2003 – 2007) und Phoenix Suns (1999 – 2002) Spurs-Guard Manu Ginobili ist zum „Best Sixth Man“ der Liga gewählt worden. Herzlichen Glückwunsch! Den Award für den „Defensive Player Of The Year“ hat Kevin Garnett (Boston Celtics) bekommen. NBA.com begrüßt einen neuen Blogger: Lakers-Legende Kareem Abdul-Jabbar haut ab sofort für Euch in die Tasten. In seinem ersten Eintrag schreibt der ehemalige Center natürlich über sein Team, die L.A. Lakers. Ihr wollt die NBA Playoffs im TV sehen? Hier geht’s lang. |
|
|||||||||||||||||||


Apr. 18 --





RSS Feeds
NBA.COM is part of the Turner Sports and Entertainment Digital Network